Freitag, 3. September 2010

Reisebericht aus Freiburg

Jetzt sitz ich auf meiner gepackten Reisekiste und will berichten, wie es mir bei Andrea ergangen ist…

Ich bin hier am Mittwoch bei grauem Nieselregen und fürchterlichem Wind in Kehdingen gelandet, aber Andrea sagte gleich, das ist hier normal Wind gibt’s hier immer! Muss man sich erst mal dran gewöhnen.

Ich bin hier gleich gut aufgenommen worden, als erstes haben wir dann mal Kaffee getrunken und lecker Kekse gegessen,


ich durfte auch schon die Meerschweinchen von Andrea kennenlernen und mit ihnen spielen. Sie waren mir ja ein wenig unheimlich, immer waren sie am Quietschen und piepsen, aber dann sind wir doch gute Freunde geworden.


Abends ging es dann auf das Mitarbeitertreffen, wir haben lecker gegessen, jeder hatte eine Kleinigkeit mitgebracht, es war ein wirklich lustiger Abend! Also, die Mädels sind doch recht albern geworden, aber wir haben auch ein kleines Tränchen vergossen, als eine ganz liebe Kollegin verabschiedet wurde. Leider hatten wir die Kamera vergessen, so dass wir keine Bilder machen konnten, schade… Es war recht spät, als wir wieder zu Hause waren und ich war noch so geschafft von der langen Reise nach Freiburg, das ich ganz froh war, donnerstags kein Programm zu haben, weil Andrea den ganzen Tag gearbeitet hat. Ich hab mich in ihren Wollkorb gekuschelt und ganz viel geschlafen und später noch kurz mit den Schweinchen gespielt.

Freitags wars auch ganz chillig, wir waren nur kurz einkaufen und haben zu Hause überlegt, was uns Samstag auf der Messe in Hamburg wohl erwarten wird und was wir wohl einkaufen wollen. Wir sind dann früh schlafen gegangen, weil wir ja ganz früh aufstehen mussten! Man, war ich aufgeregt, es soll nach Hamburg gehen! Tja, wir haben dann morgens schnell einen Kaffee getrunken sind dann ganz lange mit dem Auto nach Stade gefahren und von dort ging es mit der Bahn weiter, fast eine Stunde hat es gedauert, bis wir am Hamburger Hauptbahnhof ankamen. Dann noch mal fast eine halbe Stunde mit der S-Bahn und dann waren wir da. Und was hat uns erwartet? Eine riesige Menschenschlange und alle wollten in die Messehalle,

Aber, nützte ja nix, da mussten wir nun durch. Aber, ich kann euch sagen, das Warten hat sich gelohnt: So viele schöne Sachen, Wolle, Perlen,

Anleitungen und Stoffe gab es zu bewundern! Wir haben ein paar sehr schöne Knäule gekauft, 2 Kaunigarne, die Andrea besonders liebt und einen Strang Wolle, in den Federn eingesponnen sind – der sieht vielleicht lustig aus!

Bei Birgit Freyer von „die Wolllust“ waren wir auch, aber da war so ein Andrang, das Andrea Angst hatte, mich zu verlieren, so das es leider kein Foto gibt. Birgit hatte soooo viel schöne Wolle mitgebracht, das wir uns überhaupt nicht entscheiden konnten, am liebsten hätten wir alles eingepackt, und die Anleitungen gleich mit. Nach Stunden, wir haben alle Stände einige male angesehen, sind wir dann wieder nach Hause. Mit der Bahn sind wir durch Buxtehude gekommen,

da hat Andrea mir das Märchen vom Hasen und dem Igel erzählt, das war ganz lustig. Wir waren ganz schön müde und kaputt als wir wieder zu Hause waren, aber auch froh und glücklich, dass wir die Messe erleben durften.

Sonntags war ja eigentlich Flohmarkt angesagt, ich sollte helfen, ganz viele Sachen zu verkaufen, aber leider hatte es die ganze Nacht geregnet, so das wir lieber einen ganz ruhigen Sonntag zu Hause verlebt haben, Andrea hat ganz viele Ufos fertig gestellt, Fäden vernäht und ich hab in ihrem Wollkorb gekuschelt und ein bisschen beim Vernähen geholfen, das mag sie nämlich gar nicht!

Montag durfte ich mit zu ihrem wöchentlichen Stricktreffen im Freiburger Büchereikaffee, da hab ich ihre Strickfreundinnen kennengelernt. Endlich war es auch mal schön, die Sonne schien und wir konnten tatsächlich draußen sitzen.

Tja, und eigentlich wollte ich ja dringend an die Elbe, große Containerschiffe sehen, aber Dienstag und Mittwoch hat es mal wieder geregnet. Gestern allerdings hab ich gedrängelt: Andrea, lass uns endlich mal Radfahren, ich will endlich Wasser sehen! Andrea wollte nicht, hat immer gesagt, guck doch mal die dunklen Wolken an, wir werden nass, aber ich hab ein bisschen gequengelt, so das wir dann doch los gefahren sind. Und, naja, jetzt werd ich ganz kleinlaut, wir sind dann doch richtig nass geworden, wir haben einen richtigen Wolkenbruch abgekriegt und Containerschiffe haben wir auch nicht gesehen, Wir haben uns hinterher sagen lassen, das seit der Krise nur noch ganz wenig große Pötte nach Hamburg fahren.


Aber – wir haben ganz viele Schafe gesehen, auf den Wiesen, auf dem Deich, überall waren Schafe.



Eigentlich ist Kehdingen bekannt für seine Pferdezucht, aber irgendwie haben wir keine Pferde gesehen, vielleicht ist das auch ganz gut so, ich glaub, ich hätte ein bisschen Angst vor ihnen, weil sie doch so riesengroß sind.

Tja, und nun haben wir Freitagabend, Zeit Abschied zu nehmen, morgen werde ich mich auf den Weg zu meiner neuen Gastmami machen, ich bin schon gespannt, was mich dort erwartet.

Liebe Grüße

Eure Maus

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